Das Internationale Privatrecht der Finanzdienstleistungen - Die grenzüberschreitende Dimension des Bank- und Kapitalmarktrechts
Das Internationale Privatrecht der Finanzdienstleistungen - Die grenzüberschreitende Dimension des Bank- und Kapitalmarktrechts
Dozierende:
Prof. Dr.
Georg
Eckert
Dr. iur.
Johannes
Gasser
LL.M.
Prof. Dr. iur.
Peter
Jung
Prof. Dr.
Matthias
Lehmann
DEA (Paris II), LL.M., JSD (Columbia)
Prof. Dr.
Eva
Micheler
Dr.
Helene
Rebholz
LL.M.
Prof. Dr.
Ulrich G.
Schroeter
Prof. Dr. iur.
Astrid
Stadler
Prof. Dr.
Christoph
Thole
Wilhelm
Wachter
Prof. Dr.
Rüdiger
Wilhelmi
Prof. Dr.
Martin
Winner
Prof. Dr.
Dirk
Zetzsche
LL.M. (Toronto)
School/Professur:
Das Internationale Privatrecht (mit Internationalem Prozessrecht) und dessen Schnittstelle zu den Finanzdienstleistungen sind bislang wenig durchdrungen. Diesbezügliche Hinweise auch aus der Liechtensteinischen Praxis nehmen die Veranstalter, der Propter Homines Lehrstuhl für Bank und Finanzmarktrecht und Prof. Matthias Lehmann (Institut für Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Universität Bonn), gerne zum Anlass für eine Rechtsdisziplin-übergreifende Tagung an der Universität Liechtenstein.
Die Schnittstelle von IPR und Finanzmarktrecht ist für jeden Rechtsanwalt, Richter, Treuhänder, Aufsichtsverantwortlichen sowie das Führungspersonal von Vermögensverwaltern, Fondsgesellschaften und Depotbanken Grundlage der täglichen Arbeit. Dennoch ist der Schnittstelle in Wissenschaft und Praxis bisher noch nicht die gebührende Aufmerksamkeit zu Teil geworden. In Details herrscht Unsicherheit. Zumeist befassen sich nur IPR-Kollegen oder nur Bank- und Finanzmarktrechtler mit den grenzüberschreitenden Rechtsfragen. Erst die Verbindung beider Rechtsgebiete lässt die wahre Dimension des Themas erkennen. Diese Herausforderung sucht die am 17. November stattfindende Konferenz mit Experten, die je zur Hälfte aus dem IPR und Bank- und Finanzmarktrecht stammen, zu meistern.
Gegenstand der Tagung ist das Internationale Privatrecht der vier deutschsprachigen Rechtsordnungen und dessen europarechtliche Bezüge im Kontext für die Praxis wichtiger finanzmarktrechtlicher Themen.
Die Einführungsreferate arbeiten den derzeitigen Stand des Internationalen Prozessrechts und Internationalen Privatrechts im Kontext von Finanzdienstleistungen (unter Einbeziehung der Brüssel Ia-Verordnung, des Lugano-Übereinkommens, der Rom-Verordnungen sowie der nationalen Kollisionsrechte von Liechtenstein, Schweiz, Deutschland und Österreich) auf.
Es folgt ein erster Themenblock zum grenzüberschreitenden Vertrieb von Finanzdienstleistungen. Nach Vorstellung der Vertriebsformen und Anlegertypen des Finanzmarktrechts werden diese im Kontext von Gerichtsstands- und Rechtswahlklauseln diskutiert; ein Spezialreferat widmet sich anschließend den Formen des Internetvertriebs.
Nach der Mittagspause steht das für Liechtenstein wichtige Thema der grenzüberschreitenden Vermögens- und Fondsverwaltung im Mittelpunkt, mit Schwerpunktreferaten zur Vermögensverwaltung, Investmentfonds, Verwahrstellenbeziehungen sowie der EMIR und Derivaten im Kontext von IPR und IZPR. Jeweils behandelt werden die Kombinationen grenzüberschreitende Anlegerschaft, grenzüberschreitende Streuung der Vermögensgegenstände (Sachen und Rechte) sowie grenzüberschreitende Dienstleistungsbeziehung (etwa zu Administratoren).
Die Veranstaltung schließt mit dem Themenblock zum Internationalen Kapitalmarktrecht: Den Auftakt macht das Referat zur grenzüberschreitenden Wirkung und Reichweite der Marktmissbrauchsverordnung (Marktmanipulation und Insiderrecht) sowie der Offenlegungspflichten für wesentliche Beteiligungen nach der Europäischen Transparenzrichtlinie, bevor Fragen der grenzüberschreitenden Haftung für fehlerhafte Prospekte und Anlegerkurzinformationen im Mittelpunkt stehen. Das Referat zu grenzüberschreitenden Anlegermassenklagen widmet sich zum Abschluss der Tagung der prozessualen Durchsetzung der materiell-rechtlich begründeten Ansprüche.
Mit Prof. Eckert (Universität Innsbruck), Dr. Gasser (Kanzlei Batliner Gasser), Prof. Jung (Universität Basel), Prof. Micheler (London School of Economics und WU Wien), Prof. Sethe (Universität Zürich), Prof. Stadler (Universität Konstanz), Prof. Thole (Universität Tübingen), Dr. Wachter (Universitäten Innsbruck und Liechtenstein), Prof. Wilhelmi (Universität Konstanz), Prof. Winner (WU Wien) konnte ein ausgesprochen hochkarätiges Panel aus den betroffenen vier Rechtsordnungen gewonnen we
Die Schnittstelle von IPR und Finanzmarktrecht ist für jeden Rechtsanwalt, Richter, Treuhänder, Aufsichtsverantwortlichen sowie das Führungspersonal von Vermögensverwaltern, Fondsgesellschaften und Depotbanken Grundlage der täglichen Arbeit. Dennoch ist der Schnittstelle in Wissenschaft und Praxis bisher noch nicht die gebührende Aufmerksamkeit zu Teil geworden. In Details herrscht Unsicherheit. Zumeist befassen sich nur IPR-Kollegen oder nur Bank- und Finanzmarktrechtler mit den grenzüberschreitenden Rechtsfragen. Erst die Verbindung beider Rechtsgebiete lässt die wahre Dimension des Themas erkennen. Diese Herausforderung sucht die am 17. November stattfindende Konferenz mit Experten, die je zur Hälfte aus dem IPR und Bank- und Finanzmarktrecht stammen, zu meistern.
Gegenstand der Tagung ist das Internationale Privatrecht der vier deutschsprachigen Rechtsordnungen und dessen europarechtliche Bezüge im Kontext für die Praxis wichtiger finanzmarktrechtlicher Themen.
Die Einführungsreferate arbeiten den derzeitigen Stand des Internationalen Prozessrechts und Internationalen Privatrechts im Kontext von Finanzdienstleistungen (unter Einbeziehung der Brüssel Ia-Verordnung, des Lugano-Übereinkommens, der Rom-Verordnungen sowie der nationalen Kollisionsrechte von Liechtenstein, Schweiz, Deutschland und Österreich) auf.
Es folgt ein erster Themenblock zum grenzüberschreitenden Vertrieb von Finanzdienstleistungen. Nach Vorstellung der Vertriebsformen und Anlegertypen des Finanzmarktrechts werden diese im Kontext von Gerichtsstands- und Rechtswahlklauseln diskutiert; ein Spezialreferat widmet sich anschließend den Formen des Internetvertriebs.
Nach der Mittagspause steht das für Liechtenstein wichtige Thema der grenzüberschreitenden Vermögens- und Fondsverwaltung im Mittelpunkt, mit Schwerpunktreferaten zur Vermögensverwaltung, Investmentfonds, Verwahrstellenbeziehungen sowie der EMIR und Derivaten im Kontext von IPR und IZPR. Jeweils behandelt werden die Kombinationen grenzüberschreitende Anlegerschaft, grenzüberschreitende Streuung der Vermögensgegenstände (Sachen und Rechte) sowie grenzüberschreitende Dienstleistungsbeziehung (etwa zu Administratoren).
Die Veranstaltung schließt mit dem Themenblock zum Internationalen Kapitalmarktrecht: Den Auftakt macht das Referat zur grenzüberschreitenden Wirkung und Reichweite der Marktmissbrauchsverordnung (Marktmanipulation und Insiderrecht) sowie der Offenlegungspflichten für wesentliche Beteiligungen nach der Europäischen Transparenzrichtlinie, bevor Fragen der grenzüberschreitenden Haftung für fehlerhafte Prospekte und Anlegerkurzinformationen im Mittelpunkt stehen. Das Referat zu grenzüberschreitenden Anlegermassenklagen widmet sich zum Abschluss der Tagung der prozessualen Durchsetzung der materiell-rechtlich begründeten Ansprüche.
Mit Prof. Eckert (Universität Innsbruck), Dr. Gasser (Kanzlei Batliner Gasser), Prof. Jung (Universität Basel), Prof. Micheler (London School of Economics und WU Wien), Prof. Sethe (Universität Zürich), Prof. Stadler (Universität Konstanz), Prof. Thole (Universität Tübingen), Dr. Wachter (Universitäten Innsbruck und Liechtenstein), Prof. Wilhelmi (Universität Konstanz), Prof. Winner (WU Wien) konnte ein ausgesprochen hochkarätiges Panel aus den betroffenen vier Rechtsordnungen gewonnen we